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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
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die Weltpolitik ist weiterhin von tiefen Umbrüchen gezeichnet, und die Zerbrechlichkeit der internationalen Ordnung wird deutlicher. Trotz der aktuellen Waffenruhe im Iran-Konflikt bleibt die Lage hochexplosiv. Gleichzeitig belasten die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit und die Inflation nicht nur die globalen Märkte und das Preisniveau in Deutschland, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In solchen Momenten geraten oft jene Werte unter Druck, die wir für sicher hielten: Demokratie, Menschenrechte und die Gleichberechtigung von Minderheiten.
In vielen Staaten weltweit kann derzeit ein „Gender Backlash“ – die gezielte Einschränkung von Frauenrechten und der Schutzräume marginalisierter Gruppen – beobachtet werden. Dies ist oft ein Vorbote für autoritäre Tendenzen. Umso dringender ist es, dass wir uns den Raum für eine differenzierte Auseinandersetzung nehmen. In den kommenden Wochen laden wir Sie ein, dies bei zwei besonderen Veranstaltungen zu tun.
Beim Dresdner Forum für Internationale Politik widmen wir uns am 5. Mai der Frage „Kooperation oder Konfrontation?“ und diskutieren mit dem ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz, dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und der Völkerrechtsexpertin Prof. Dr. Heike Krieger.
Am 27. Mai richten wir den Fokus beim Berliner Sommerdialog auf die praktische Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“. In einer Zeit, in der die Teilhabe von Frauen weltweit aktiv beschnitten wird, fragen wir im Berlin Global Village, wie Schutz und lokale Aktion konkret gestärkt werden können. Die vollständige Panelbesetzung finden Sie nun auf unserer Webseite.
Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein – um zuzuhören, kritisch zu hinterfragen und den Dialog als das zu nutzen, was er ist: ein unverzichtbares Werkzeug für eine gerechtere Zukunft.
Wie immer finden Sie in diesem Newsletter außerdem weitere Ankündigungen und Publikationen von sef: und INEF.
Mit besten Grüßen
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Ingo Nordmann-Mohn,
Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)
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Carolin Rosenberg
Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
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Veranstaltungen
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© Ali Fathollah-Nejad
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Iran: Revolutionärer Prozess, Massaker und Krieg
INEF Lecture Series 23. April 2026, 18:15 Uhr, Duisburg
Die nächste INEF Lecture nimmt die prekäre und zunehmend eskalierende Lage in und um Iran in den Fokus. In seinem Vortrag beleuchtet Dr. Ali Fathollah-Nejad relevante Aspekte, die für ein besseres Verständnis des Iran-Krieges unerlässlich sind. Basierend auf seinem jüngsten Buch „Iran – Wie der Westen seine Werte und Interessen verrät“ (Aufbau-Verlag) skizziert er den „langfristigen revolutionären Prozess“ seit 2017/18, der Anfang 2026 mit den größten Anti-Regime-Protesten seit Bestehen der Islamischen Republik seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte und mit einem großen Massaker niedergeschlagen wurde. Anschließend thematisiert der Vortrag verschiedene Dimensionen des aktuellen Iran-Krieges, bevor entwicklungspolitische Aussichten für eine Perspektive jenseits von Repression und Krieg aufgezeigt werden.
Diskutieren Sie mit – melden Sie sich hier an!
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© Krieger/Sächs. Staatskanzlei/Köhler
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Kooperation oder Konfrontation? Internationale Zusammenarbeit vs. my country first
Dresdner Forum für Internationale Politik 5. Mai 2026, 19:15 Uhr (Einlass 18:15), Frauenkirche Dresden
Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz, Ministerpräsident Michael Kretschmer und Völkerrechtsexpertin Prof. Dr. Heike Krieger diskutieren in der Dresdner Frauenkirche, wie internationale Zusammenarbeit in Zeiten zunehmender Konflikte aussehen kann.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es ist keine Anmeldung nötig. Bitte planen Sie vor Beginn der Veranstaltung min. 30 Minuten zusätzliche Zeit für mögliche Sicherheitskontrollen ein.
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© iStock/melitas
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Women, Peace and Security in Practice: Strengthening Participation, Protection and Local Action
Berliner Sommerdialog 27. Mai 2026, 17:00 Uhr (Einlass 16:45 Uhr), Berlin Global Village
Unser Panel ist komplett! Unter anderem werden Safia Ibrahimkhel, Mitbegründerin des Global Youth Advisory Council (GYAC) des UNHCR (Afghanistan/Pakistan) und Mitglied des „Action Network on Forced Displacement – Women as Agents of Change“, sowie Marianne Kreuzig, Referentin für feministische Entwicklungspolitik im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), unsere Diskussion bereichern. Das vollständige Programm finden Sie jetzt auf unserer Webseite.
Jetzt hier anmelden!
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© iStock/charles taylor
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Autocrats and Algorithms: Tools to Defend Press Freedom in the Age of AI
sef: Session beim Deutsche Welle Global Media Forum 23. oder 24. Juni 2026, World Conference Center Bonn (WCCB)
Unsere Session im Rahmen des Deutsche Welle Global Media Forum stellt Strategien und Instrumente vor, um Pressefreiheit zu schützen und journalistische Integrität im Zeitalter der KI zu stärken. Unter anderem wird Sahana Udupa, Professorin für Medienanthropologie an der LMU München und Faculty Associate am Berkman Klein Center der Harvard University, an der Diskussion teilnehmen.
Konferenzsprache: Englisch Die Anmeldung ist nun via Deutsche Welle möglich.
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Publikationen
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© Regulation & Governance
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Due Diligence Legislation and the Politics of Implementation: The Case of the German Supply Chain Law
Neuer Artikel in „Regulation & Governance“
In einem neuen Beitrag zeigt INEF-Mitarbeiter Christian Scheper, wie das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) durch die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) rechtliche Ambivalenzen nicht auflöst, sondern Entscheidungen an Unternehmen delegiert – und damit private Governance-Strukturen in globalen Wertschöpfungsketten zur zentralen Folie öffentlicher Regulierung macht, mit weitreichenden Konsequenzen für die zukünftig EU-weite Umsetzung der EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD).
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© Critical Studies on Security
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Mushrooms, Cranes, and the Fear of Planetary Destruction: Exploring Children’s Imaginaries of War and Nuclear Anxiety
Neuer Artikel in „Critical Studies on Security“
Seit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 zählt die Gefahr eines Atomkrieges zu den anhaltenden Quellen der Angst und Besorgnis, insbesondere bei Kindern. Während Abrüstungsaktivisten häufig das „Retten der Zukunft der Kinder“ anführen, um für ein weltweites Verbot von Atomwaffen einzutreten, wird bei diesem Ansatz häufig die aktive Rolle der Kinder bei der Interpretation nuklearer Bedrohungen übersehen. Ein neuer Artikel unter Mitwirkung des INEF-Mitarbeiters Leonardo Bandarra schließt diese Lücke, indem er die durch nukleare Ängste geprägten Kriegsvorstellungen von Kindern untersucht.
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© Verlag Barbara Budrich
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Feministische Friedens- und Konfliktforschung
Neuer Beitrag im „Handbuch Politik und Geschlecht“
Im Living Handbook „Handbuch Politik und Geschlecht“ ist ein neues Kapitel zur feministischen Friedens- und Konfliktforschung erschienen. Im Zentrum des Beitrags von INEF-Mitglied Patricia Rinck stehen feministische Perspektiven, die herkömmliche, andro- wie eurozentrische Konzepte von Frieden, Gewalt und Konflikt infrage stellen und zentral sind für das Verständnis von Konfliktursachen und Möglichkeiten der Friedensförderung.
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© Verlag Barbara Budrich
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Multilaterale Kooperation für Mensch und Planet
Interview zur Booklet-Reihe „Globale Trends“
Regelbasierte multilaterale Kooperation ist weiterhin notwendig – und möglich. Wie dies gelingen kann, zeigt die neue Booklet-Reihe „Globale Trends: Perspektiven für Entwicklung und Frieden“, herausgegeben vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) und der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:). Im Gespräch mit dem Verlag Barbara Budrich erklärt INEF-Geschäftsführerin Dr. Cornelia Ulbert, wie die neue Publikationsreihe entstanden ist und was Lesende erwarten dürfen.
Die erste Ausgabe unter dem Titel „Multilaterale Kooperation für Mensch und Planet“ steht in deutscher und englischer Sprache kostenlos zum Download zur Verfügung.
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In eigener Sache
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© Dr. Miriam Tekath
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Neue Mitarbeiterin bei der sef:
Dr. Miriam Tekath
Seit dem 15. April verstärkt Dr. Miriam Tekath das Team der sef: als wissenschaftliche Referentin. Sie hat zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg und im Wissenschaftsmanagement von EUPeace, der Europäischen Universität für Frieden, Gerechtigkeit und inklusive Gesellschaften, gearbeitet. Als promovierte Friedens- und Konfliktforscherin bringt Miriam Tekath Expertise in gesellschaftlichen Friedensprozessen und Formen der (zivilen) Konfliktbearbeitung mit. Zugleich interessiert sie sich für den Zusammenhang von Wissen und politischen Entscheidung und freut sich daher insbesondere, bei der sef: zukünftig Dialogformate zu globalen Fragestellungen und ihrer lokalen Relevanz zu gestalten.
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© VeSPoTec © ANCIP
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Anschlussförderung bewilligt: Interdisziplinäre Forschungsverbünde gehen in zweite Phase
VeSPoTec und ANCIP
Nach positiver Evaluation durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) starten zwei Projekte mit INEF-Beteiligung ihre zweite Förderphase von April 2026 bis 2028.
Das Verbundprojekt „VeSPoTec – Verification in a complex and unpredictable world: social, political and technical processes“ untersucht, wie sich überprüfen lässt, ob Staaten ihre nuklearen Abrüstungs- und Nichtverbreitungsverpflichtungen einhalten. In der zweiten Förderphase steht die Rekonfiguration nuklearer Verifikation im Fokus – vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Fragmentierung und Regimeerosion. Zudem wird untersucht, welche Rolle Künstliche Intelligenz und neue Technologien in Verifikationsprozessen spielen können. Ziel ist der Aufbau eines international vernetzten Forschungs- und Beratungszentrums (VeSPoTec-Hub), das Expertise bündelt und in Politikberatung sowie Nachwuchsausbildung überführt. Beteiligt sind neben dem INEF die RWTH Aachen University, das Forschungszentrums Jülich und das Peace Research Institute Frankfurt (PRIF). Die Rolle der Sprecherin des Forschungsverbunds übernimmt ab 1. April INEF-Mitarbeiterin Dr. Carmen Wunderlich.
In Zeiten eskalierender geopolitischer Spannungen und gewaltsamer Konflikte sind nicht-militärische Mechanismen der Konfliktprävention und Konfliktlösung wichtiger denn je. Vor diesem Hintergrund bündelt „ANCIP – African Non-Military Conflict Intervention Practices“ die Expertise des INEF, des Leipziger Forschungszentrums Global Dynamics und des Peace Research Institute Frankfurt (PRIF) in einem kooperativen Forschungsnetzwerk. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der ANCIP-Datenbank sowie die Untersuchung von Schnittstellen zwischen militärischen und nicht-militärischen Konfliktinterventionen in einem sich wandelnden geopolitischen Umfeld.
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© Foto Agentur Ruhr/Bettina Engel-Albustin
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Ostermärsche im Wandel: „Die Bewegung ist alt geworden“
Tobias Debiel im Interview mit tagesschau.de
Welche Bedeutung haben die Ostermärsche noch? Im Interview mit tagesschau.de erklärt Prof. Dr. Tobias Debiel, stellvertretender Direktor des INEF, wie sich die Demonstrationen heute zusammensetzen und warum es nicht mehr gelingt, so viele Menschen wie früher zu mobilisieren.
Das Interview können Sie hier nachlesen.
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Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) wurde 1986 auf Initiative von Willy Brandt gegründet.
Sie ist eine überparteiliche und gemeinnützige
Einrichtung. Die sef: bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken
über die komplexen Herausforderungen
der Globalisierung. Die sef: ist durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Entwicklung
und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-
Essen verbunden. Das INEF schlägt mit seiner anwendungsorientierten Forschung eine Brücke zwischen
Theorie und Politik.
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