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Juni 2026
 
 
 
 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

 
 
 
   

unbegrenzte Machtpolitik und entfesselte Gewalt erschüttern aktuell die internationale Ordnung. Groß- und Mittelmächte wie die USA, Russland und Israel, aber auch Pakistan, Äthiopien oder die Golfmonarchien betreiben Politik mit militärischen Mitteln und verschärfen dadurch das globale Konfliktgeschehen. Das Völkerrecht bleibt dabei zunehmend auf der Strecke.

Im Angesicht dieser alarmierenden Lage haben das INEF und drei weitere Friedensforschungsinstitute heute auf der Bundespressekonferenz ihr jährliches Friedensgutachten vorgestellt. Die zentrale Forderung: Völkerrechtsbrüche – auch durch verbündete bzw. befreundete Staaten wie die USA oder Israel – müssen konsequent verurteilt werden. Gleichzeitig gilt es die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen zu sichern. Darüber hinaus unterstreicht das Gutachten die friedensfördernde Rolle der Entwicklungszusammenarbeit. Sie kann als Gegenpol zur Machtpolitik wirken, wenn sie auf Inklusivität, Menschenrechte und Konfliktprävention setzt.

Das vollständige Gutachten mit vertieften Analysen und konkreten Politikempfehlungen können Sie ab sofort kostenlos herunterladen – Reinlesen lohnt sich!

Wie immer finden Sie in diesem Newsletter außerdem weitere Ankündigungen und Publikationen von sef: und INEF.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Herzliche Grüße

 
Carolin Rosenberg Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)   Ingo Nordmann-Mohn Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)    
 
Veranstaltungen

© Beate Meier/flickr

Neue Warlords - trotzdem Frieden?

Frankfurter Friedensforum
16. Juni 2026, 18:00 Uhr, Evangelische Akademie Frankfurt und online

Kriege ziehen sich hin, internationale Bündnisse geraten unter Druck und neue Formen von Gewalt prägen die Weltpolitik. Das diesjährige Friedensgutachten zeichnet dazu ein alarmierendes Bild: Staaten agieren zunehmend wie „Warlords“. Sie missachten das Völkerrecht, unterstützen lokale Milizen und befeuern Konflikte im Verborgenen. Welche Gewaltdynamiken entstehen daraus und wie lassen sie sich einhegen? Die Veranstaltung richtet den Blick auf konkrete Projekte der regionalen Friedensarbeit und internationalen Entwicklungszusammenarbeit, die sich für zivile Konfliktbearbeitung und nachhaltige Formen der Friedenssicherung einsetzen.

Die Veranstaltung wird zusätzlich per Livestream übertragen. Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier.

© Deutsche Welle

Autocrats and Algorithms: Tools to Defend Press Freedom in the Age of AI

sef: Session beim Deutsche Welle Global Media Forum
23. Juni 2026, 14:00 Uhr, World Conference Center Bonn (WCCB)

Unsere Session im Rahmen des Deutsche Welle Global Media Forum rückt näher! Sie stellt Strategien und Instrumente vor, um im Zeitalter der KI Pressefreiheit zu schützen und journalistische Integrität zu stärken. Auf dem Panel diskutieren: Sahana Udupa, Professorin für Medienanthropologie an der LMU München, und Jasper Steinlein, Editorial AI Manager bei der Deutschen Welle. 

Konferenzsprache: Englisch 
Die Anmeldung ist nun via Deutsche Welle möglich. 

© UDE4future / KI

One Health oder Planetary Health? Planetare Grenzen als Grundlage für die nachhaltige Transformation globaler Gesundheit

UDE4future Ringvorlesung
16. Juli 2026, 16:00 Uhr, online

Im Rahmen der Ringvorlesung UDE4future wird sich INEF-Geschäftsführerin Dr. Cornelia Ulbert mit den Konzepten von One Health und Planetary Health beschäftigen, die den Zusammenhang zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen und den sich wandelnden Umweltbedingungen in den Blick nehmen. Beide Ansätze haben große Potenziale, zur nachhaltigen Transformation globaler Gesundheit beizutragen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, wie ein grundlegender Wandel von Werten, institutionellen Regeln und Verhaltensweisen gestaltet werden kann, der auch zu einer Transformation von Governance-Strukturen, Bildungssystemen und nicht zuletzt des globalen Wirtschaftssystems beiträgt.

Zum Vortrag können Sie sich hier anmelden.

Publikationen

© PRIF

Die neuen Warlords - Gewaltdynamiken eingehen

Friedensgutachten 2026

Unbegrenzte Machtpolitik, entfesselte Gewalt und die Erosion völkerrechtlicher Normen: Die internationale Ordnung steht zunehmend unter Druck. Staatschefs wie Donald Trump oder Wladimir Putin agieren als „neue Warlords“, die internationale Regelwerke missachten und zur Durchsetzung persönlicher Interessen Krieg führen. Das Friedensgutachten 2026, herausgegeben von den führenden deutschen Friedensforschungsinstituten BICC, IFSH, PRIF und INEF, analysiert diese Entwicklungen und zeigt Handlungsoptionen gegen den fortschreitenden Zerfall der Weltordnung auf.

Das vom INEF koordinierte Kapitel „Nachhaltiger Frieden“ warnt vor den gravierenden Folgen der Mittelkürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). So hat die Abwicklung der US-Entwicklungsorganisation USAID 2025 den Kampf gegen Krankheiten wie HIV/Aids oder Malaria erheblich zurückgeworfen. Die Autorinnen und Autoren fordern eine strategische Neuausrichtung der deutschen und europäischen EZ mit einer stärkeren Bündelung von finanziellen Ressourcen und Expertise auf EU-Ebene. Zugleich heben sie die friedensfördernde Rolle von EZ hervor.

Berichte und Ereignisse

© Nikola Schmidt

Kooperation oder Konfrontation? Internationale Zusammenarbeit vs.
my country first

Dresdner Forum für Internationale Politik

Der Bericht zum Dresdner Forum für Internationale Politik 2026 ist nun veröffentlicht. Er zeichnet die spannende Diskussion zwischen Olaf Scholz MdB, Ministerpräsident Michael Kretschmer und Völkerrechtsexpertin Prof. Dr. Heike Krieger nach und zeigt auf, wie internationale Zusammenarbeit in Zeiten zunehmender Konflikte aussehen kann.  

Lesen Sie ihn jetzt online

Außerdem finden Sie auf unserer Webseite eine Sammlung von Medienberichten, inklusive eines Fernsehbeitrags des MDR, sowie eine Galerie mit den besten Fotos der Veranstaltung.

© Ser_is_Snarkish / Flickr

Überprüfungskonferenz des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags endet erneut ohne Ergebnis

Leonardo Bandarra ordnet den Ausgang der Konferenz ein

Vom 27. April bis 22. Mai 2026 kamen in New York die 191 Vertragsstaaten des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags (NVV) zur Überprüfungskonferenz zusammen. Wie bereits 2015 und 2022 gelang es den Staaten nicht, sich auf ein Abschlussdokument und damit auf gemeinsame Schritte zur nuklearen Abrüstung zu verständigen. INEF-Mitarbeiter Leonardo Bandarra nahm an der Konferenz in New York teil und analysiert in seinem Bericht die zentralen Konfliktlinien. Zudem diskutiert er, welche Voraussetzungen künftig notwendig wären, um wieder zu gemeinsamen Ergebnissen zu gelangen und anhaltende Blockaden im Überprüfungsprozess zu überwinden.

Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)
Dechenstraße 2 | 53115 Bonn
sef@sef-bonn.org
www.sef-bonn.org

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Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Lotharstraße 53 | 47057 Duisburg
inef-sek@uni-due.de
https://www.uni-due.de/inef/

© sef: 2026

Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) wurde 1986 auf Initiative von Willy Brandt gegründet. Sie ist eine überparteiliche und gemeinnützige Einrichtung. Die sef: bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken über die komplexen Herausforderungen der Globalisierung. Die sef: ist durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg- Essen verbunden. Das INEF schlägt mit seiner anwendungsorientierten Forschung eine Brücke zwischen Theorie und Politik.