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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
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vor 40 Jahren, am 10. September 1986, wurde die sef: gegründet. Damals prägte der Ost-West-Konflikt die internationale Politik, während zugleich globale Ungleichheiten und die Beziehungen zwischen Nord und Süd stärker in den Blick rückten. Die Gründungsidee der sef: war, diese Fragen nicht getrennt voneinander zu betrachten. Denn Frieden und Entwicklung hängen unauflösbar zusammen.
Willy Brandt brachte diesen Gedanken auf eine einfache Formel: „Entwicklung im weiteren Sinn ist ein anderes Wort für Frieden.“ Gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft wie Johannes Rau, Kurt Biedenkopf, Ralf Dahrendorf, Dieter Senghaas, Gerhard Thiebach und Carola Stern legte er damit den Grundstein für eine Institution, die globale Zusammenhänge sichtbar machen und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen sollte.
Vier Jahrzehnte später haben sich die konkreten Herausforderungen verändert, die Grundfragen aber sind erstaunlich aktuell geblieben. Neue geopolitische Machtverhältnisse entstehen, technologische Abhängigkeiten wachsen und neben Staaten prägen zunehmend private Unternehmen die internationale Ordnung. Erneut stellt sich die Frage, wer globale Entwicklungen gestaltet, und nach welchen Regeln dies geschieht.
Genau hier setzt unser diesjähriges Bonn Symposium an. Unter dem Titel „May the Rules Be With You - KI, Big Tech und die Zukunft von Frieden und Zusammenarbeit“ diskutieren wir in drei Online Sessions, wie sich aktuelle technologische Fortschritte auf Frieden und Entwicklung auswirken. Bei der abschließenden Abendveranstaltung am 17. November feiern wir zudem 40 Jahre sef: mit einem Empfang im Alten Rathaus Bonn.
Wir laden Sie herzlich ein, uns auch weiterhin bei unserer Arbeit zu begleiten, um globale Zusammenhänge wissenschaftlich zu ergründen und in öffentliche Debatten einzubringen.
Wie immer finden Sie in diesem Newsletter außerdem weitere Ankündigungen und Publikationen von sef: und INEF.
Mit besten Grüßen
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Ingo Nordmann-Mohn,
Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)
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Carolin Rosenberg,
Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
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Veranstaltungen
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© sef: (generated with the help of AI)
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May the Rules Be With You - KI, Big Tech und die Zukunft von Frieden und Zusammenarbeit
Bonn Symposium 2026 September - November 2026
Das Bonn Symposium 2026 nimmt KI und Big Tech als neue geopolitische Macht ernst und fragt, wie sich diese technologischen Innovationen nutzen lassen, um eine gerechte globale Entwicklung zu fördern, ohne dabei neue Abhängigkeiten zu zementieren. Welche Verantwortung ergibt sich daraus für Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und internationale Zusammenarbeit? Jetzt anmelden!
Dreiteilige Online-Serie (auf Englisch)
1) Between Regulation and Innovation: Power and Access in the AI Age, 30. Sept. 2026, 12:30 - 13:30 Uhr
2) From Early Warning to Escalation: AI, Cyber Threats, and Resilience, 14. Okt. 2026, 12:30 - 13:30 Uhr
3) Amplifying Asymmetries? How AI is transforming labour markets and international diplomacy, 28. Okt. 2026, 12:30 - 13:30 Uhr
Abendveranstaltung in Bonn (auf Deutsch)
Big Tech als geopolitischer Akteur: Frieden und Entwicklung im digitalen Zeitalter, 17. Nov. 2026, Beginn 18:00 Uhr, Einlass 17:30 Uhr
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© Max Panamá/Unsplash
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Streitfrage Lieferkettenregulierung - Stärkung von Umwelt- und Menschenrechtsschutz oder überflüssige Bürokratie
15. Oktober 2026, 18:00 Uhr, Duisburg
Die europäische Lieferkettenrichtlinie wird kontrovers diskutiert. Während Befürworter die Regulierung als wichtigen Schritt zu mehr menschenrechtlicher und ökologischer Verantwortung in globalen Wertschöpfungsketten bewerten, verweisen Kritiker auf den damit verbundenen bürokratischen Aufwand und mögliche wirtschaftliche Belastungen. Die Veranstaltung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam diskutieren sie bisherige Erfahrungen, aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Lieferkettenregulierung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Podiumsgästen. Diskutieren Sie mit!
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden Sie hier.
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© iStock/ismagilov
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Writing the Rules for a Digital World: The EU AI Act and its Global Implications
Policy Lunch 2026 12. November 2026, 12:00 Uhr, Brüssel, in englischer Sprache
Die neuen EU-Regulierungen für den digitalen Raum sollen Nutzerschutz, fairen Wettbewerb und digitale Souveränität stärken. Beim diesjährigen Policy Lunch diskutieren internationale Expertinnen und Experten, was die neuen Regeln für den Globalen Süden bedeuten und wie Europa Innovation und inklusive Entwicklung fördern kann, ohne neue Hürden zu schaffen. Jetzt anmelden!
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© sef: (generated with the help of AI)
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Mehr Partnerschaft wagen? Afrika und die Zukunft internationaler Zusammenarbeit
Save-the-date: Potsdamer Afrikagespräche 23.-24. November 2026, Potsdam
Partnerschaft ist ein Schlüsselbegriff der deutschen Afrikapolitik und gewinnt in Zeiten globaler Umbrüche weiter an Bedeutung. Die Potsdamer Afrikagespräche 2026 fragen, wie internationale Zusammenarbeit künftig gemeinsam mit afrikanischen Regierungen, Institutionen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gestaltet werden kann – orientiert an ihren Prioritäten und Interessen. Wir freuen uns auf den Austausch und auf Beiträge von Olaf Scholz (MdB), Dr. Henrik Maihack und Chenayi Mutambasere. Weitere Informationen folgen in Kürze auf unserer Webseite.
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Publikationen
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© Politische Vierteljahresschrift
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© European Leadership Network
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When the Cornerstone Cracks: The NPT and the Future of the Global Nuclear Order
Neuer Beitrag für European Leadership Network
In einem neuen Beitrag für das European Leadership Network diskutieren die INEF-Mitarbeitenden Carmen Wunderlich und Leonardo Bandarra die Zukunft des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) in einer zunehmend komplexen nuklearen Ordnung. Sie argumentieren, dass der NVV zwar nach wie vor den Eckpfeiler des internationalen Nichtverbreitungsregimes bildet, sich das politische Momentum jedoch zunehmend auf parallele Initiativen verlagert, was Fragen hinsichtlich der langfristigen zentralen Rolle des Vertrags und der Gefahr einer stärker fragmentierten nuklearen Ordnung aufwirft.
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Berichte und Ergebnisse
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© Alexandra Vultejus/PRIF
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Die neuen Warlords - Gewaltdynamiken einhegen
Vorstellung des Friedensgutachtens 2026
Am 8. Juni 2026 stellten das INEF und drei weitere führende Friedensforschungsinstitute (PRIF, IFSH, bicc) das Friedensgutachten 2026 auf der Bundespressekonferenz in Berlin vor. Ihre Diagnose: Militärische Gewalt wird zunehmend wieder als reguläres Mittel internationaler Politik eingesetzt. Einen Mitschnitt der Bundespressekonferenz finden Sie hier zum Nachschauen.
Im Anschluss präsentierten die Forschungsinstitute das Friedensgutachten in den Bundesministerien und Fraktionen. Im Rahmen dessen übergaben Dr. Carmen Wunderlich, Prof. Tobias Debiel und Prof. Johannes Vüllers das Gutachten unter anderem im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an Staatssekretär Niels Annen.
Öffentlich diskutiert wurde das Gutachtenn zudem bei der Podiumsdiskussion "Haben die Vereinten Nationen noch eine Zukunft?". Eine Aufzeichnung finden Sie hier.
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© iStock/charles taylor
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© iStock/melitas
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© Leonardo Bandarra
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Verification and Knowledge in a Nuclear Weapons World
Bericht zum VeSPoTec Side Event
Im Rahmen der 11. Überprüfungskonferenz zum Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag (NVV) in New York veranstaltete das Projektteam von VeSPoTec ein Side Event zum Thema „Verification and Knowledge in a Nuclear Weapons World“. Die u.a. von INEF-Mitarbeiter Leonardo Bandarra organisierte Veranstaltung thematisierte, dass Verifikation nicht nur eine technische Aufgabe ist, sondern auch eine zutiefst politische und soziale Praxis, die von Vertrauen, Macht und institutionellen Kontexten geprägt ist.
Einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.
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in eigener Sache
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© sef:
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40 Jahre sef:
Am 10. September 1986 fand in der Düsseldorfer Staatskanzlei die Gründungsversammlung der sef: statt. Seitdem begleitet uns eine Überzeugung, die bereits damals im Zentrum stand: Frieden und Entwicklung lassen sich nicht getrennt voneinander denken.
In vier Jahrzehnten haben sich die globalen Herausforderungen grundlegend verändert – unser Auftrag ist geblieben: Zusammenhänge erkennen, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und den Dialog über Wege zu Frieden und nachhaltiger Entwicklung fördern.
Wir freuen uns, in diesem Jahr auf 40 Jahre sef: zurückzublicken - und auf unseren vielen Veranstaltungen den Blick nach vorne zu richten.
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© Politischer Pausen Podcast
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In einer neuen Folge des Politischen Pausen Podcasts ist Prof. Dr. Tobias Debiel, stellvertretender Direktor des INEF, zu Gast. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Dr. Julia Schwanholz steht das Konzept der sogenannten neuen Warlords. Wie lässt sich eine Handlungslogik beschreiben, in der Staaten Krieg als selbstverständliches Mittel der Politik betreiben, Eigeninteressen gewaltsam durchsetzen und das Völkerrecht nur noch selektiv gilt? Tobias Debiel erläutert, welche Rolle dabei Russland, die USA unter Trump und die Golfstaaten spielen und warum China eine Sonderstellung einnimmt. Auch die Krise der Vereinten Nationen ist ein Thema des Gesprächs.
Jetzt hier anhören oder überall wo es Podcasts gibt.
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© Sarah Kappert
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© eventfotograf.in
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Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) wurde 1986 auf Initiative von Willy Brandt gegründet.
Sie ist eine überparteiliche und gemeinnützige
Einrichtung. Die sef: bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken
über die komplexen Herausforderungen
der Globalisierung. Die sef: ist durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Entwicklung
und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-
Essen verbunden. Das INEF schlägt mit seiner anwendungsorientierten Forschung eine Brücke zwischen
Theorie und Politik.
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